Die Region im Nordwesten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern bietet eine große Auswahlmöglichkeit für zahlreiche Aktivitäten. Naturfreunde werden wahrscheinlich auf ihre Kosten kommen, denn die Gegend ist in eine natürlich gebliebene Landschaft eingebettet. Genauso finden Kanu- und Kajakwanderer gute Bedingungen vor. Viele Seen der Mecklenburger Seenplatte sind miteinander verbunden, dadurch man kann Touren über mehrere Tage einplanen, sofern man möchte. An vielen kleinen Ortschaften, die teilweise direkt an den einzelnen Seen liegen, gibt es Campingplätze. Dadurch hat man auch als Wassersportler gute Möglichkeiten, auf dem Seeweg viele unterschiedliche Gemeinden kennenzulernen. Eine Kanutour kann so zum Beispiel in mehrere Etappen mit Übernachtungen eingeteilt werden.
Der Schweriner See, an der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin, gelegen, hat eine Wasserfläche von über sechzig Quadratkilometer. Für einen Binnensee ist er also recht groß. Übrigens ist dieser See zusammen mit dem dort vorhandenen Ziegelsee, als Bundeswasserstraße ausgewiesen und teilt sich in den Innen- und Außensee auf. Vom Schweriner- und dem Ziegelsee gehen schiffbare Verbindungsflüsse über die Elde, die Stör und den Störkanal ab. Auf diesen Wasserwegen erreicht man die Müritz, die Elbe und sogar die Nordsee. Hat man die Stadt Schwerin einmal auf dem Wasserweg erreicht, bietet sich sicherlich eine Gelegenheit an, die Stadt näher zu inspizieren. Innerhalb des Stadtgebietes gibt es insgesamt sogar zwölf Seen. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Schweriner Schloss, vom dortigen Standpunkt aus hat sich Schwerin entwickelt. Seit dem Jahre 1990 ist das Schloss Sitz des mecklenburgischen Landtags. Bis zum Jahre 1918 war es Hauptresidenz der Herzöge und Großherzöge des Landes.
Eine Besonderheit, die diese Stadt aufweist, ist der Nahverkehr. Hier verkehrt nach wie vor eine elektrische Straßenbahn mit insgesamt vier Linien. Die Bahn befindet sich seit dem Jahre 1908 ununterbrochen in Betrieb; mit Ausnahme der Kriegsjahre. Auch zum Personenverkehr gehörend, wenn auch auf eine etwas eigenwillige Art, ist der Fährverkehr auf dem Pfaffenteich. Dies ist ein Teich in der Stadt mit einer Fläche von circa zwölf Hektar. Hierauf verkehrt eine kleine Fähre, “Petermännchen” genannt. Vom Frühling bis zum Herbst, genauer von April bis Oktober, läuft sie vier Haltestellen auf dem kleinen Teich an. Dabei können die Fahrgäste selber entscheiden, welche dieser Haltestellen angelaufen wird.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind zum Beispiel die jährlichen Schlossfestspiele, die unter freiem Himmel im sogenannten Alten Garten aufgeführt werden. Dort wurde sogar schon Nabucco, die Verdi-Oper gespielt, und erreichte in der aufgeführten Saison eine Zuschauerzahl von beachtlichen sechzigtausend Menschen. In der Altstadt können einige, teilweise noch gut erhaltene, Fachwerkhäuser besichtigt werden. Einige dieser mittlerweile denkmalgeschützten Häuser aus dem 17. Jahrhundert dienen heutzutage immer noch als Wohnraum. Nicht nur Historiker, auch interessierte Laien finden neben diesen Häusern noch einige Denkmäler sowie Skulpturen vor, die einen geschichtsträchtigen Hintergrund aufweisen. Tierbegeisterte Mitmenschen freuen sich vielleicht über einen Besuch des Zoos, der hier beheimatet ist. In diesem sind exotische Tiere, wie Schlangen, ebenso beheimatet wie Vögel und Enten.



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